Samstag, 22. Oktober 2016

Zitat im Bild

und ihr schönes Samstags-Projekt





Der Text ist ein Ausschnitt aus dem wunderschönen Gedicht von Theodor Storm

Herbst

Schon in's Land der Pyramiden 
Flohn die Störche über's Meer; 
Schwalbenflug ist längst geschieden, 
Auch die Lerche singt nicht mehr.

Seufzend in geheimer Klage 
Streift der Wind das letzte Grün; 
Und die süßen Sommertage, 
Ach, sie sind dahin, dahin!

Nebel hat den Wald verschlungen, 
Der dein stillstes Glück gesehn; 
Ganz in Duft und Dämmerungen 
Will die schöne Welt vergehn.

Nur noch einmal bricht die Sonne 
Unaufhaltsam durch den Duft, 
Und ein Strahl der alten Wonne 
Rieselt über Tal und Kluft.

Und es leuchten Wald und Heide, 
Daß man sicher glauben mag, 
Hinter allem Winterleide 
Lieg' ein ferner Frühlingstag.

Die Sense rauscht, die Ähre fällt, 
Die Tiere räumen scheu das Feld, 
Der Mensch begehrt die ganze Welt.

Und sind die Blumen abgeblüht, 
So brecht der Äpfel goldne Bälle; 
Hin ist die Zeit der Schwärmerei, 
So schätzt nun endlich das Reelle.

Theodor Storm 
(1817 - 1888) (Hans Theodor Woldsen Storm), deutscher Jurist, Dichter und Novellist


Kommentare:

  1. Schön hast du diese Worte aus dem Gedicht in deine zauberhafte Aufnahme eingebracht. So traurig sie sich zuerst anhören so schön finde ich den letzten Satz. Genau so ist es, man sollte alles schätzen und auch alle Jahreszeiten die ihren Sinn haben.

    Danke dir vielmals für dein schönes ZiB und dass du wieder mit Begeisterung dabei bist.

    Hab noch ein schönes Wochenende und lieben Gruß

    N☼va

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  2. Liebe Jutta,
    schön hast du Bild und Wort vereint...
    mit deiner Kreativität!
    (Deine Ausblicke aus dem Fenster (denke ich) sind schon genial!)
    Danke, dass du das Gedicht in voller Länge noch in deinen Post ergänzt hast!
    Herzliche Wochenendgrüße
    von Monika*

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  3. Oh liebe Jutta,
    ein wunderschönes Gedicht (ich würde micht nicht unbedingt zu den Gedicht-Freunden zählen), aber so einige haben es mir angetan und das zählt auf jeden Fall dazu.
    Und dann dieses tolle Nebelbild - ein super ZiB!
    Liebe Grüße
    Kirsi

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  4. Hallo Jutta,
    wir hatten zum Glück bis jetzt noch keinen Nebel aber auch Bilder mit Nebelschleiern haben in meinen Augen ihren ganz besonderen Reiz. Zusammen mit dem Vers ist es wunderschön und stimmt auf den November ein.

    Liebe Grüße zum Wochenende
    Arti

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  5. Liebe jutta,

    ich mag Nebelbilder und dein Spruch passt so gut dazu.
    Fein das du noch ein feines Gedicht dazu gefunden hast.

    Ein schönes Wochenende dir
    LG Paula

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  6. Hallo liebe Jutta,
    gerade lache ich noch über das Zwiegespräch der beiden lustigen Vögel in dem nächsten Post, der beim Aufrufen vor mir lag...

    Deine nebelumhauchte Landschaft, die wie in Watte gepackt vor uns liegt wird in den Versen von Theodor Storm erfühlt in Worten ausgedrückt. Worte, die uns sofort vor unser geistiges Auge diese schönen Bilder aufrufen. Einfach herrlich, jahreszeitlich und perfekt im Bild gelungen 👏🏼

    Ein herzlicher Sonnengruß... vonHeidrun

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  7. einfach schöööön

    lg und einen schönes WE
    wünscht gabi

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  8. Liebe Jutta, gerade heute morgen, habe ich bei genau diesem Wetter meine Hunde-Runde gedreht und auch ein paar Aufnahmen gemacht.
    Dein Bild ist wunderschön und die Strophe aus dem Gedicht perfekt dazukomponiert. Eine Freude ist es, dies anzusehen.

    Schicke Dir liebe Grüße und wünsche Dir ein ganz entspanntes Wochenende
    Elisabetta

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  9. Ein wundervolles Gedicht liebe Jutta!

    ein schönes Wochenende wünscht Dir
    Martina

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  10. Sehr schön, Theodor Storm, der Heimatdichter!
    Dein Bild im Nebel das Zitat passt hervorragend.
    Herzliche Grüße in den Samstag, Klärchen

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  11. Wir hatten bisher nur einmal dichten Nebel, aber ich mag es, wenn die Schwaden übers Land ziehen und letztendlich dann doch
    noch die Sonne die Oberhand gewinnt und den Nebel auffrisst.

    Theodor Storm hat so viele tolle Gedichte geschrieben und dein gewählter Auszug aus diesem Gedicht
    passt perfekt zu deinem gewählten Foto. :-)

    Liebe Grüße und dir ein schönes Wochenende
    Christa

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  12. Ich bin ein Fan von Nebel, ich mag das und dein Bild auch.
    Jedoch das Gedicht von Theodor Storm ist sehr wehmütig und auch geprägt vom Jahr 1848.
    Die 5. Strophe jedoch, die gefällt mir, weil er hier ein wenig auf den Frühling hofft.

    Lieben Gruß Eva
    heuten keinen Nebel, die Sonnen scheint immer noch, superschön.

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  13. Mit Theodor Storm und deinem ausdruckstarken Bild ist die Herbstzeit einmalig miteinander "verbandelt" !!!
    Schönen Sonntag,
    Luis

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  14. ...eine schönes Bild zu diesem Gedicht, liebe Jutta,
    die Nebelstimmung ist toll,

    liebe Grüße Birgitt

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  15. Ich bin begeistert, liebe Jutta,
    ich liebe Theodor Storm und den Nebel im Herbst...

    Dir ein feines Wochenende und liebe Grüße von Traudi

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  16. Danke, liebe Jutta, ich liebe Gedichte und dieses ist wirklich sehr schön, so wie auch das Foto dazu.
    Liebe Grüße, Angelika

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Danke für eure lieben Worte♥
Ich werde Kommentare unkommentiert stehe lassen, aber auf Fragen anworten.!